Kein Gründungsmythos kommt aus ohne Helden. Das ist der erstaunlichste Schachzug dieses Dreifaltigkeitsessays. Am Ende des Parcours kehren die Autoren zurück an den Anfang der Krise, ihre Zerstörungskraft, die nur durch den gemeinschaftlichen Einsatz der Steuerzahler in Schranken gehalten werden konnte. Darüber erzürnen sich die Bürger. Doch könnten sie zugleich auch stolz darauf sein. Sie haben den Leviathan – vermittelt, ok – in Schranken gewiesen, ohne bisher diese Gegenseite ihrer Leistungskraft als historischen Moment der Selbstermächtigung verstanden zu haben.Ich gebe zu, dass in dieser Reinterpretation der Krise als einer Erzählung eine erstaunliche Kraft steckt. Ob sie überzeugend erzählt werden kann, ohne vom Geheul der Empörten verworfen zu werden, das ist noch nicht ausgemacht. In ihr liegt der Charme einer alten Idee, die noch darauf wartet, veranschaulicht zu werden: Tua res agitur! Das könnte überzeugender klingen als die Charaden der Kanzlerin. ·
http://www.wiesaussieht.de/2012/08/04/die-geburt-des-europaischen-souverans/Kein Gründungsmythos kommt aus ohne Helden. Das ist der erstaunlichste Schachzug dieses Dreifaltigkeitsessays. Am Ende des Parcours kehren die Autoren zurück an den Anfang der Krise, ihre Zerstörungskraft, die nur durch den gemeinschaftlichen Einsatz der Steuerzahler in Schranken gehalten werden konnte. Darüber erzürnen sich die Bürger. Doch könnten sie zugleich auch stolz darauf sein. Sie haben den Leviathan – vermittelt, ok – in Schranken gewiesen, ohne bisher diese Gegenseite ihrer Leistungskraft als historischen Moment der Selbstermächtigung verstanden zu haben.Ich gebe zu, dass in dieser Reinterpretation der Krise als einer Erzählung eine erstaunliche Kraft steckt. Ob sie überzeugend erzählt werden kann, ohne vom Geheul der Empörten verworfen zu werden, das ist noch nicht ausgemacht. In ihr liegt der Charme einer alten Idee, die noch darauf wartet, veranschaulicht zu werden: Tua res agitur! Das könnte überzeugender klingen als die Charaden der Kanzlerin. ·
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