Seit dem Antritt der bürgerlichen Regierung unter Fredrik Reinfeldt im Jahr 2006 hat sich die Situation für Arbeitslose dramatisch verschlechtert. Das belegt der im kommenden Jahr erscheinende Bericht zur Untersuchung der Sozialversicherungen (Socialförsäkringsutredningen). Von Schwedens derzeit insgesamt 356.000 Arbeitslosen im Alter von 20 bis 64 Jahren erhalten 140.000 Personen keinerlei Arbeitslosengeld oder anderweitige öffentliche finanzielle Unterstützung, schreibt die Tageszeitung Dagens Nyheter unter Berufung auf den Bericht. Seit 2006 hat sich demnach der Anteil der Arbeitslosen, die keine Unterstützung erhalten, von 20 auf 39 Prozent erhöht.
Besonders groß ist dieser Anteil mit 52,2 Prozent unter Einwanderern. Der Anstieg der Zahl der Betroffenen insgesamt sei auch der gewachsenen Einwanderung geschuldet, sagte Irene Wennemo, hauptverantwortlich für die Untersuchung. Wennemo sprach in der Zeitung von "dramatischen Auswirkungen" für die betroffenen Menschen. Für viele sei Sozialhilfe der einzige Ausweg.
In Schweden ist die Mitgliedschaft in einer Arbeitslosenkasse und somit die Anwartschaft auf Arbeitslosengeld freiwillig. Nach Erhöhung der Mitgliedschaftsbeiträge sind viele Menschen aus den Kassen ausgetreten. Zudem sind die Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld verschärft worden. Nunmehr muss man sechs Monate lang monatlich 80 Stunden statt zuvor 70 Stunden gearbeitet haben. In der Praxis schließt dies nahezu sämtliche in Halbzeit Arbeitenden aus, da so gut wie alle Tarfiverträge eine Wochenarbeitszeit knapp unter 40 Stunden festschreiben.
Wie Irene Wennemo weiter betonte, dauert es für Arbeitslose, die weder von Sonderregeln für junge Erwerbslose profitieren noch lange genug gearbeitet haben, heute auch länger, bis sie im Rahmen einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme Gelder erhalten. Auf eine solche Maßnahme müssen die Menschen im Schnitt 14 Monate warten. ·
http://sverigesradio.se/sida/gruppsida.aspx?programid=2108&grupp=16269&artikel=5007027Seit dem Antritt der bürgerlichen Regierung unter Fredrik Reinfeldt im Jahr 2006 hat sich die Situation für Arbeitslose dramatisch verschlechtert. Das belegt der im kommenden Jahr erscheinende Bericht zur Untersuchung der Sozialversicherungen (Socialförsäkringsutredningen). Von Schwedens derzeit insgesamt 356.000 Arbeitslosen im Alter von 20 bis 64 Jahren erhalten 140.000 Personen keinerlei Arbeitslosengeld oder anderweitige öffentliche finanzielle Unterstützung, schreibt die Tageszeitung Dagens Nyheter unter Berufung auf den Bericht. Seit 2006 hat sich demnach der Anteil der Arbeitslosen, die keine Unterstützung erhalten, von 20 auf 39 Prozent erhöht.
Besonders groß ist dieser Anteil mit 52,2 Prozent unter Einwanderern. Der Anstieg der Zahl der Betroffenen insgesamt sei auch der gewachsenen Einwanderung geschuldet, sagte Irene Wennemo, hauptverantwortlich für die Untersuchung. Wennemo sprach in der Zeitung von "dramatischen Auswirkungen" für die betroffenen Menschen. Für viele sei Sozialhilfe der einzige Ausweg.
In Schweden ist die Mitgliedschaft in einer Arbeitslosenkasse und somit die Anwartschaft auf Arbeitslosengeld freiwillig. Nach Erhöhung der Mitgliedschaftsbeiträge sind viele Menschen aus den Kassen ausgetreten. Zudem sind die Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld verschärft worden. Nunmehr muss man sechs Monate lang monatlich 80 Stunden statt zuvor 70 Stunden gearbeitet haben. In der Praxis schließt dies nahezu sämtliche in Halbzeit Arbeitenden aus, da so gut wie alle Tarfiverträge eine Wochenarbeitszeit knapp unter 40 Stunden festschreiben.
Wie Irene Wennemo weiter betonte, dauert es für Arbeitslose, die weder von Sonderregeln für junge Erwerbslose profitieren noch lange genug gearbeitet haben, heute auch länger, bis sie im Rahmen einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme Gelder erhalten. Auf eine solche Maßnahme müssen die Menschen im Schnitt 14 Monate warten. ·
http://sverigesradio.se/sida/gruppsida.aspx?programid=2108&grupp=16269&artikel=5007027