Das Motiv der Bibliothek in der Kriminalliteratur
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(2016)

Diese Arbeit nahm das Motiv der Bibliothek in der Kriminalliteratur zum Thema. Drei Romane aus unterschiedlichen Sprachräumen und unterschiedlichen Jahrzehnten wurden ausgesucht, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten finden zu können. Die Arbeit gliedert sich in zwei große Teile. Im ersten Teil werden die theoretischen Grundlagen des Bibliotheksmotivs und des Kriminalromans definiert. Die Kapitel über das Bibliotheksmotiv umfassen die Begriffsbestimmung desselben, ihre Unterkategorien, die Raumtheorie der Bibliothek sowie die Rolle der Bibliothekare in Romanen. Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit dem Kriminalroman, im konkreten mit seiner Geschichte, Charakteristika und Subgattungen. Im zweiten Teil wurden drei Romane analysiert. Bei der Auswahl war es wichtig, dass die Verfasserin diese in der Originalsprache lesen kann und dass sie aus unterschiedlichen Jahrzehnten stammen. Die Analysemethode war sowohl beim Bibliotheksmotiv als auch beim Kriminalroman strukturalistisch. Die Romane wurden in erster Linie im Hinblick auf die Frage hin analysiert, welche Bestandteile das Bibliotheksmotiv beinhalten und inwiefern diese im jeweiligen Roman vorkommen. Eine eigene Forschungsfrage widmet sich auch den Bibliothekaren und analysiert dahingehende Stereotypen. Gesucht wurde nach Unterschieden zwischen Bibliothekarbildern in Romanen allgemein und in Kriminalromanen. Der Teil, der sich mit dem kriminalgeschichtlichen Gesichtspunkt beschäftigt, stellt wiederum eine strukturalistische Frage in den Mittelpunkt: welche sind die zwingend notwendigen Elemente eines Kriminalromans? Kommen diese Elemente bei den drei Romanen auch vor, damit man sie als Kriminalromane verstehen kann? Eine weitere Frage bezieht sich auf die Erzählstruktur, also auf den Aufbau der Romane. Im letzten Kapitel, der sich den Ergebnissen dieser Arbeit widmet, erfolgte ein Vergleich der drei Romane an Hand der Forschungsfragen. Betreffend die Bestandteile des Bibliotheksmotivs sind die Romane insofern ähnlich, als sie auch alle optionale Elemente des Motivs enthalten. Bei vielen anderen Elementen des Motivs gab es aber keine Ähnlichkeiten. Die Funktion der Bibliothek und die Rolle der Bibliothekare ist bei jedem Roman unterschiedlich. Betreffend kriminalgeschichtlicher Aspekte ähneln sich die Romane darin, dass überall ein Gelegenheitsdetektiv den Fall aufdeckt, die in einer Beziehung zu einem wertvollen Schriftstück oder Buch steht. Die anderen Elemente des Kriminalromans sind wiederum bei jedem Roman ganz unterschiedlich. Es gibt keine Ähnlichkeiten bei den Elementen Leiche, Verdächtige und im Erzählverlauf Action, Analysis und Mystery.
  • @voss
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