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Der Widerspruch zwischen nationalen Berufsbildungssystemen und dem europäischen Arbeitsmarkt: der Fall der Maurerqualifikationen

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WSI-Mitteilungen, 67 (1): 60--69 (January 2014)

Abstract

Am Beispiel der Maurerausbildung in acht Ländern zeigt der Beitrag relevante länderspezifische qualitative Unterschiede hinsichtlich der beruflichen Qualifikation auf. Ursächlich sind verschiedene Berufsausbildungsformen, der jeweilige Einfluss der Sozialpartner (Gewerkschaften und Arbeitgeber) und die unterschiedliche Gewichtung von breiten fachlichen Grundkenntnissen sowie Allgemeinbildung. Ein besonders augenfälliger Unterschied besteht zwischen Ländern, in denen der Maurerberuf noch immer vorrangig als "trade" im Sinne der englischen Bezeichnung gesehen wird, wofür nur enge Anlernqualifikationen notwendig sind, und anderen Ländern mit einem breiten Berufsbild und beträchtlicher Wissensgrundlage. Das aber bedeutet, dass die unterschiedlichen Berufsausbildungssysteme in einen Widerspruch zum europäischen Arbeitsmarkt geraten, der vergleichbare Qualifikationen fordert. Daraus folgt die Notwendigkeit eines europäischen sektoralen Qualifikationsrahmens (SQR), der es ermöglicht, die unterschiedlichen Qualifikationen einzuordnen und anzuerkennen, und der damit die Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) auf Branchenebene erleichtert.

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