Abstract

In Deutschland werden jährlich rund 200 Milliarden Euro in wissensbasiertes Kapital investiert, wie etwa Forschung und Entwicklung, Software und Da-tenbanken, Organisationskapital, Marketing und Werbung oder technisches Design. Deutlich mehr – über 320 Milliarden Euro – wird zwar immer noch in Ausrüstungen und Nichtwohnbauten investiert. In einigen Sektoren domi-nieren jedoch bereits Investitionen in wissensbasiertes Kapital, so im Verar-beitenden Gewerbe, in Information und Kommunikation, in den Freiberufli-chen Dienstleistungen und in den Finanzdienstleistungen. Allerdings stieg die Wissensintensität in den meisten Wirtschaftszweigen in den letzten Jahren nicht. Das DIW Berlin hat erstmalig einen Datensatz zu Investitionen in wis-sensbasiertes Kapital aus knapp zwei Millionen Unternehmensmeldungen zusammengestellt. Erste Auswertungen zeigen, dass diese Investitionen zur Steigerung der Produktivität beitragen. Die positiven Effekte sind ähnlich stark, wenn das Organisationskapital, der Softwarebestand oder das For-schungs- und Entwicklungskapital ausgebaut werden. Hinzu kommt, dass immaterielle Werte und Sachwerte einander ergänzen. Investitionen in klas-sische Investitionsgüter sollten daher von Investitionen in immaterielle Ver-mögenswerte begleitet werden. Eine Wirtschaftspolitik zur Stärkung der Investitionen muss diesen Wechselbeziehungen Rechnung tragen und dabei künftig die immateriellen Vermögenswerte noch stärker in den Blick nehmen.

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