Abstract

In der politischen und wissenschaftlichen Debatte hierzulande und in der wirtschaftlichen Praxis kommt man am Begriff Industrie 4.0 kaum noch vor-bei. Oft wird der Diskurs unter der Perspektive geführt, dass neue Anwen-dungspotenziale digitaler Technologien völlig neue Formen der Produktion und des Absatzes industrieller Güter eröffnen würden, sodass von einer absehbaren vierten industriellen Revolution gesprochen werden könne. Dabei werden spektakuläre ökonomische Gewinne und die Lösung vielfäl-tiger gesellschaftlicher Herausforderungen prognostiziert. Zudem wird be-tont, dass Industrie 4.0 zu sicheren Arbeitsplätzen, guter Arbeit, einer deut-lichen Verbesserung der Work-Life-Balance und einer Bewältigung der de-mografischen Probleme führen werde. Inwieweit dieser Optimismus ge-rechtfertigt ist, ist für den Autor allerdings mehr als fraglich. Denn unüber-hörbar seien im Kontext von Industrie 4.0 auch pessimistische Erwartun-gen, die vor allem hohe Arbeitsplatzverluste durch die digitalen Technolo-gien befürchten. Auch Dequalifizierung, ein deutlich erhöhtes Kontrollpo-tenzial, eine forcierte Flexibilisierung und Prekarisierung bieten Grund zur Sorge.

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