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“Just do it!” in der Arbeitswelt? Industrielle Makeathons im Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdbestimmung

. (Februar 2019)

Abstract

Was sich schon vor mehreren Jahren im Silicon Valley fest im Arbeitsalltag der Software-Entwicklung etabliert habe, finde man inzwischen auch immer häufiger in der deutschen Arbeitswelt wieder: Makeathons, Hackathons, Rapid Prototyping. Traditionelle Großkonzerne wie Bosch, Siemens oder Daimler beanspruchten seit geraumer Zeit mit eben jenen Begriffen, Arbeits-prozesse zu transformieren und Produktionsketten zu reformieren – und reihten sich somit in den Spirit des Silicon Valleys ein. Hackathons oder Makeathons sind dabei Ideen- und Innovationswettbewerbe, die intern im Unternehmen ausgeschrieben werden und in denen Mitarbeitende dazu auf-gefordert werden, in einem begrenzten Zeitraum und in einer Teamstruktur aus verschiedenen Firmenabteilungen einen Prototyp einer unternehmensin-ternen Produkt- oder Prozessinnovation zu erarbeiten. Diese Prototypen sollen im Idealfall in die Produktionsprozesse gelangen und ausgewählte Produkte verbessern, verändern, erweitern oder gar ersetzen. Die im Rah-men des Makeathons geforderte eigenständige Bedienung von Maschinen (was von den Mitarbeitenden meistens durch die interne Arbeitsteilung und langwierige Prozessabläufe im Arbeitsalltag gar nicht praktiziert werden könne) solle nicht nur zu einer Effizienzsteigerung und einer stärkeren Agili-tät im Unternehmen führen, sondern übe der Autorin zufolge zugleich einen hohen Druck auf die Mitarbeitenden aus.

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