Industrie 4.0 und Europäische Innovationspolitik. Große Pläne, kleine Schritte.
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(März 2018)

Die vorliegende Studie von Daniel Buhr und Thomas Stehnken untersucht, wer was genau auf europäischer Ebene unternimmt, um das Potenzial der Industrie 4.0 zu nutzen. Zudem stellen die Autoren am Beispiel von Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien nationalstaatliche Pro-gramme zur Förderung von Industrie 4.0 vor. Die Autoren befassen sich mit den innovationspolitischen Schwerpunkten der EU-Kommission und einzel-ner Mitgliedstaaten. Sie klären, über welche Steuerungskraft die europäi-sche Ebene im Zusammenhang der Industrie 4.0 verfügt und wo noch Handlungsbedarf besteht. Dabei lautet das Ergebnis ihrer Analyse: Trotz entsprechender Bestrebungen fehlt es derzeit vor allem an einer strategi-schen Ausrichtung der europäischen Innovationspolitik. Stattdessen kon-zentrieren sich die Programme der EU-Kommission und der Mitgliedstaaten einseitig auf Technologieförderung, Wettbewerbsverbesserung für die In-dustrie und Produktinnovationen. Gesellschaftspolitisch relevante Aspekte der Digitalisierung – etwa die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Ar-beitswelt und auf den sozialen Zusammenhalt – berücksichtigen sie kaum. Innovationspolitische Chancen bleiben so ungenutzt. Das wirtschaftliche und soziale Gefälle zwischen den Mitgliedstaaten droht weiter auseinander-zudriften.
  • @zukunftarbeit
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