Rechtspopulismus und Gewerkschaften. Eine arbeitsweltliche Spurensuche
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(März 2018)

Bei der Bundestagswahl im September 2017 war die „Alternative für Deutschland“ (AfD) überdurchschnittlich unter Gewerkschaftsmitgliedern erfolgreich. Das war kein Ausrutscher. Schaut man über den deutschen Tellerrand, stellt man fest, dass Vergleichbares auch für Frankreich, Öster-reich und Italien gilt. – Wie ist das zu erklären? Schwappt der Aufstieg der populistischen und extremen Rechten gleichsam von „Außen“ in die Betrie-be hinein, sodass sich dort fortsetzt, was mit Vorlauf in Gesellschaft und Politik trendbildend war? Oder gibt es auch einen arbeitsweltlichen Nährbo-den für die Geländegewinne der Neuen Rechten? Dieser Frage sind die Forscher/innen in einer aktuellen qualitativen Befragung unter Gewerk-schafter*innen nachgegangen. Die Befunde dieser Untersuchung sind von besonderem Interesse für die gegenwärtig (bis Mai 2018) stattfindenden Betriebsratswahlen, in denen in rund 28.000 Betrieben ca. 180.000 Interes-senvertreter/innen gewählt werden. Es kandidieren auch rechte Listen. Die Studie berichtet über Ansätze von rechten Netzwerkstrukturen in Betrieben und den Umgang der Gewerkschaften mit ihnen. Beleuchtet wird eine ar-beitsweltliche Realität, die mit den offiziellen Hymnen auf die bundesdeut-sche Erfolgsökonomie in weiten Bereichen wenig Gemeinsamkeiten auf-weist.
  • @zukunftarbeit
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