Die Doppelgesichtigkeit der Sharing Economy – Vorschläge zu ihrer gemeinwohlorientierten Regulierung
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(Januar 2019)

Die Sharing Economy erlebt derzeit einen weltweiten Boom und berührt auch die gesellschaftlichen Arbeitsverhältnisse. Zurückzuführen sind die gewaltigen Wachstumsraten in Bereichen wie Ride und Car Sharing, Apart-ment und Office Sharing, Food Sharing oder Crowdfunding insbesondere auf die Möglichkeiten der direkten Vernetzung von Anbietenden und Nachfra-genden über das Internet sowie auf den Bedeutungsverlust des traditionell dominierenden Besitzdenkens gegenüber einem Denken in den Kategorien von Zugangsmöglichkeiten („access trumps ownership“). Zu beobachten sei derzeit, dass sich große Teile der ehedem sozial-ökologisch inspirierten Sharing Economy in Richtung Totalkommerzialisierung bewegten, wofür etwa Unternehmen wie Airbnb oder Uber stehen würden. Wo es Profiteure gebe, würden jedoch auch Verlierer/innen produziert, die unter erheblichen Veränderungsdruck gerieten. Der Autor stellt vier zu beobachtende gesell-schaftliche Perspektiven auf die Sharing Economy dar: die nachhaltigkeits-orientierte, die businessorientierte, die solidarisch und die wertkonservativ orientierte Perspektive. Er wirbt für ein Gestaltungs- und Regulierungsre-gime der Sharing Economy, in dem soziale und ökologische Standards so-wie Wettbewerbsfairness angemessen zur Geltung gebracht werden.
  • @zukunftarbeit
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