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Abstract

Von November 2002 bis September 2003 haben Mitarbeiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Studio Notarile Genghini aus Italien im Auftrag der EU die Studie "Identity Management Systems (IMS): Identification and Comparison Study" erstellt. Die englischsprachige Studie wurde von der Europäischen Union finanziert und vom Institut für Technologische Zukunftsforschung (IPTS), der Generaldirektion Gemeinsame Forschungsstelle in Sevilla (Spanien), begleitet. Das mehr als 300 DIN-A4 Seiten umfassende Werk setzt sich ausführlich mit technischen, juristischen und soziologischen Problemstellungen rund um das technisch gestützte Identitätsmanagement auseinander. In acht Kapiteln werden die maßgeblichen Begriffe definiert, die grundsätzlichen Voraussetzungen für ein technisch gestütztes Identitätsmanagement herausgearbeitet, existierende Applikationen aufgelistet und ausführlich verglichen, das Design für ein umfassendes Identity Management System vorgestellt, die Rolle der EU im Bereich des Identity Management aufgearbeitet und eine mögliche zukünftige Entwicklung erläutert. Ein weiteres zentrales Element der Studie ist die Auswertung einer vom ULD durchgeführten Befragung unter den derzeit maßgeblichen Entwicklern, Pionieranwendern, Visionären, Forschern und Kritikern von Identitätsmanager-Applikationen. Durch ihren multidisziplinären Ansatz richtet sich die Studie nicht nur an Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft, sondern kann auch für Entwicklung, Wissenschaft und Anwendung von Nutzen sein. Während der Erstellung der Studie zeigte sich, wie notwendig die Aufarbeitung der vielfältigen Ansätze von Identitätsmanagement war. Nicht zuletzt die Umfrage hat ergeben, dass unterschiedliche Auffassungen über dieses Thema auch unter Experten bestehen. Besonderen Wert wurde auf die Betrachtung des nutzergesteuerten Identitätsmanagements gelegt, wobei sich herausstellte, dass sämtliche genauer untersuchten Produkte Mängel aufwiesen. Die Autoren der Studie entdeckten nicht nur bei der Bedienbarkeit, sondern insbesondere bei Datenschutz und Datensicherheit teilweise gravierende Missstände. Dabei zeigt die Studie aber auch, wie ein besseres, datenschutzfreundlicheres bzw. datenschutzgerechteres Identitätsmanagement aussehen könnte.

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