-- Die „Tagesschau“-App ist kostenfrei.
Ja, aber ich habe zugesagt: Wenn die Verlage ihre Apps kostenpflichtig anbieten, dann werde ich meine ganze Kraft daransetzen, das in der ARD durchzusetzen.
-- Die Verleger sind der Ansicht, dass es solche kommerziellen Angebote eines gebührenfinanzierten Marktteilnehmers nicht geben sollte. Gibt es Einigungsmöglichkeiten?
Momentan nicht. Das Bundesverfassungsgericht hat klar entschieden, dass wir unsere Zuschauer auf allen Wegen erreichen dürfen. Nach den Dreistufentests haben wir beim WDR 80 Prozent unserer Online-Inhalte gelöscht. Dieses Verfahren ist den Verlegern unendlich entgegengekommen, wir tun nichts im Internet, was den Markt verzerren könnte. Große amerikanische Konzerne wie Google greifen dagegen mit sehr geschickten Mitteln ab, was wir alle hier in Deutschland, auch die Verlage, mit hohen Kosten ins Netz stellen, bringen es auf ihre Plattformen und verdienen damit Geld. Das kann doch nicht wahr sein. Da müssen wir als Inhalte-Anbieter zu einer Allianz kommen, anstatt uns kleinlich zu streiten.
-- Klingt nach einer Initiative, die Sie als neue ARD-Vorsitzende ergreifen möchten.
Das ist mir ein großes Anliegen. Und mir ist auch ein sehr ernsthaftes Anliegen, dass die Verlage stark bleiben sollen. Das hört sich vielleicht etwas pathetisch an, aber am Ende geht es dabei um das Überleben der Demokratie. Ich bin mir nicht sicher, was mit der repräsentativen Demokratie in Zukunft passieren wird, auch ausgelöst durch das Internet. Werden es die Leute überhaupt noch akzeptieren, dass die von ihnen gewählten Vertreter für sie entscheiden? Wir haben da als Journalisten ziemlich große Aufgaben. ·
http://www.tagesspiegel.de/medien/gebuehren-senken-waere-auch-mal-toll/3686160.html-- Die „Tagesschau“-App ist kostenfrei.
Ja, aber ich habe zugesagt: Wenn die Verlage ihre Apps kostenpflichtig anbieten, dann werde ich meine ganze Kraft daransetzen, das in der ARD durchzusetzen.
-- Die Verleger sind der Ansicht, dass es solche kommerziellen Angebote eines gebührenfinanzierten Marktteilnehmers nicht geben sollte. Gibt es Einigungsmöglichkeiten?
Momentan nicht. Das Bundesverfassungsgericht hat klar entschieden, dass wir unsere Zuschauer auf allen Wegen erreichen dürfen. Nach den Dreistufentests haben wir beim WDR 80 Prozent unserer Online-Inhalte gelöscht. Dieses Verfahren ist den Verlegern unendlich entgegengekommen, wir tun nichts im Internet, was den Markt verzerren könnte. Große amerikanische Konzerne wie Google greifen dagegen mit sehr geschickten Mitteln ab, was wir alle hier in Deutschland, auch die Verlage, mit hohen Kosten ins Netz stellen, bringen es auf ihre Plattformen und verdienen damit Geld. Das kann doch nicht wahr sein. Da müssen wir als Inhalte-Anbieter zu einer Allianz kommen, anstatt uns kleinlich zu streiten.
-- Klingt nach einer Initiative, die Sie als neue ARD-Vorsitzende ergreifen möchten.
Das ist mir ein großes Anliegen. Und mir ist auch ein sehr ernsthaftes Anliegen, dass die Verlage stark bleiben sollen. Das hört sich vielleicht etwas pathetisch an, aber am Ende geht es dabei um das Überleben der Demokratie. Ich bin mir nicht sicher, was mit der repräsentativen Demokratie in Zukunft passieren wird, auch ausgelöst durch das Internet. Werden es die Leute überhaupt noch akzeptieren, dass die von ihnen gewählten Vertreter für sie entscheiden? Wir haben da als Journalisten ziemlich große Aufgaben. ·
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